Triggernde Kommentare

  • Ich hätte mal eine Frage.

    Und zwar wie geht ihr damit um, wenn euch „Fach“Ärzte sagen, „es sei noch nicht so schlimm“ Usw.


    Für einige von uns ist es sehr schwer mit solchen Sätzen umzugehen, weil es einfach ein enormer Trigger ist und immer so viel aufwirbelt..

    natürlich weiß man rational, dass es nicht stimmt aber gerade bei Ärzten die es besser wissen müssen ist es nicht gerade angenehm..

  • Hallo. Bei mir ist prinzipiell bei Arztterminen immer F., meine Beschützerpersönlichkeit draußen oder steht auf Abruf. Er hat zB nicht das Problem sich nackig zu machen, wenn wir beim Gynäkologen sind und er ist immer auf diesem ,, komischen Stuhl", hat auch kein Problem sich dieses Untersuchungsgerät in die Vagina einschieben zu lassen- ich versuch das zwar zu üben, dass ich dann nicht switche, aber ich kann das einfach nicht ab, wenn mir da unten ein Mensch rumfummelt. Außerdem ist es aus der Perspektive der Ärzte nicht so schlimm, weil sie selbst nicht das erlebt haben, was die Patienten erlebt haben. Es kann helfen Verständnis für den Arzt aufzubringen: ,, Anscheinend kannst du dich glücklich schätzen Frau Doktor, wenn du sowas nicht verstehst." Du / ihr müsst verstehen, dass viele Menschen gar nicht verstehen, was es bedeutet, wenn da in Wahrheit nicht nur eine Frau oder Herr X ist, sondern Herr oder Frau X mehrere Personen hat, die für Verschiedenes zuständig sind und auch anders handeln. Das verstehen die nicht, weil ja optisch gesehen nur ein Außenkörper vorhanden ist. Dann ist es so, dass ich mit meinem System umgeplant habe- ich habe die Zuständigkeiten verändert oder erweitert. Ich trainiere mit ihnen, sodass solche Sachen losgelassen werden und ihnen nicht übermäßig Beachtung geschenkt wird. Du hast ja eine Wahl, das kannst du deinen Innies auch beibringen. ,, Du musst dich darüber jetzt nicht aufregen Innie X, also tu´ es auch nicht. "




    Rain, hail or shine...Success is mine. ( Unbekannt):coffee:


  • Es geht viel mehr um Kommentare auf den Körper bezogen „du bist doch gar nicht dünn“ „10kg in 6 Wochen ist jetzt nicht viel“ „sie sind wirklich essgestört?!? Haben sie dann wahrscheinlich Bulimie!“ usw.

    leider funktioniert das mit dem aufregen nicht so wirklich, da dann t*teridentifizierte/t*terlolyale Persönlichkeiten genau das ausnutzen und noch mehr drin herumstochern.


    Wir sind mittlerweile so „weit“ das wir solchen Kommentaren von unwissenden wie z.b Allgemeinärzten keine oder wenig Beachtung schenken können aber bei „Fach“Leuten die Essstörungen in ihren Studiengang sehr explizit hatten, finde ich sowas einfach unverschämt gerade wenn man vorher sagt, dass man sich nicht ernst genommen fühlt.


    Eine T*aumastation hier wollte uns aufnehmen (sind derzeit mit der Ärztekammer auch dran) hatten ein Aufnahmetermin usw.

    diese Station „behandelt“ auch ES ..sie meinten dann aber das nur Leute aufgenommen werden die einen BMI über 18 haben.

    Diese Klinik wusste vorher aber unser Gewicht und hätten es da schon sagen können das man nicht kommen darf..anstatt einen da anfahren zu lassen.

    Dann kam von der Oberärztin „ach ihr BMI ist doch nur bei 14.3 also gar nicht schlimm, nehmt das bisschen noch zu und dann könnt ihr wieder kommen“


    Mittlerweile spricht kaum einer mehr die Problematik essen an, was dann zu körperlichen Problemen führt, weil einfach dann nicht weiter untersucht wird, da einem ja eh nicht geglaubt wird..

  • Ach du Scheiße, was für oberflächlich denkende Idioten...


    Und allein schafft ihr das nicht zum jetzigen Zeitpunkt.Ich verstehe das Dilemma. Habt ihr denn das Gefühl, bzw einige von euch, dass ihr Scheiße bauen müsst, sodass ihr Hilfe bekommt und ernstgenommen werdet?




    Rain, hail or shine...Success is mine. ( Unbekannt):coffee:


  • Meinst Allein zuzunehmen?

    Bei uns können/wollen nur drei essen und ca. 5 können etwas trinken. Es kommt halt drauf an wer wie lange vorne ist, deswegen haben wir auch immer starke Gewichtsschwankungen. Logisch.


    Viele haben dann den Gedanken, dass einem ALLES nicht geglaubt wird und man deswegen noch schneller und noch mehr Gewicht verlieren muss.

    Führt dann natürlich zu Diskussionen und streiterein untereinander, weil ein paar natürlich wissen, dass das Gewicht nichts ändern wird.

  • Wieviele seid ihr denn momentan? Das Alltagsteam, aus wievielen besteht das momentan?

    Sind das Teens, die das Essen verweigern oder destruktive Personen? Wer konkret kann was wieso nicht essen oder trinken?




    Rain, hail or shine...Success is mine. ( Unbekannt):coffee:


  • Hey


    Hast du es mal mit Sport versucht?

    Was machst du denn sonst so im Leben?

    Hast du Freunde oder eine Familie, die dich unterstützen?

    Wie wäre es, zunächst deine Essstörung in einer Klinik behandeln zu lassen und sich dann nochmal vorzustellen?

    Bist du in ambulanter Therapie?


    Liebe Grüße

  • Auf die system fragen möchte ich hier öffentlich nichts zu sagen, da wir da ganz blöde Erfahrungen gemacht haben.


    Sadness wir waren mehrmals schon in Kliniken jedoch hatten wir nie eine passende Klinik für alle Erkrankungen.

    Ambulante Therapie haben wir zurzeit nicht da im Unkreis von 120km zurzeit keine Therapeutin vorhanden ist, die uns behandeln könnte.

  • 14,3 ist doch wenig :staun:O|da hst DU ein Problem egal was die Ärzte meinen. Ich habe 20 und bin ziemlich schlank.


    Zu den Ärzten ... kenne wenige denen ich halbwegs vertrauen kann (spreche hier von Psychiatern aber ... egal). Am besten die reden lassen und ignorieren, hat mir oft geholfen.


    lG silver

    Letting go of her hand again, he rolls over on his side and curls into a ball. "Why didn't she love us?" Andy Gage wails. "Why?"


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  • Zu den Ärzten ... kenne wenige denen ich halbwegs vertrauen kann (spreche hier von Psychiatern aber ... egal).

    tut uns leid das du da auch schlechte Erfahrungen Machst und gemacht hast.

    Auf der anderen Seite beruhigt es aber auch, weil man nicht alleine ist mit solchen Problemen.

    Es scheint sehr schwer zu sein auch nur ansatzweise vernünftige Ärzte zu finden in dem

    Gebiet..

  • Hmmmmm ich sehe es eher so, dass die Ärzte nicht per se schlecht sind sondern man kommt mit einigen eben besser klar als mit anderen. So wie mit anderen Menschen / Freunden auch.


    (Irritierend finde ich aber, dass ALLE meine PsychiaterINNEN zum vergessen waren und von den mämmlichen in etwa die Hälfte zu gebrauchen war. Das ist keine frauenfeindliche Einstellung - kann mit Männern eigentlich nicht umgehen - sondern nur eine Beobachtung von etwa 15 Psychiatern.

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  • Bei mir war es kein Abgrenzungsproblem sondern es wurden Feststellungen gemacht oder sogar Entscheidungen getroffen, die ganz klar falsch waren (vielleicht aus dem Bauch heraus?). Das hat dann sogar zu schlimmen Situationen geführt. Bei Psychologinnen scheint mir diese Problematik nicht zu bestehen, da gibt es einige tolle <3.

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  • Bei uns war es auch auf Feststellungen, Entscheidungen etc gemeint.


    Wir haben leider bis jetzt nur beim

    Hausarzt gute Erfahrungen machen können, sonst hatten wir immer Pech egal ob Frau oder Mann oder Arzt oder Psychologe.

    Beim Rettungsdienst Personal war das anders da waren bis jetzt alle kompetent und nett egal ob Frau oder Mann 🧐

  • Dumm. Gerade der Psycholoige ist der wichtigste. Die anderen Ärtze kann man meist hinnehmen, da man die nicht so oft, regelmäßig sieht und keine schwierigen Dinge besprechen muss mit denen.


    Kann man nur weitersuchen bis es passt, kenne Leute die Jahrzehnte suchten aber immerhin erfolgreich.

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  • Ja wir hoffen einfach weiter.

    Ist halt nur doof/schade gerade wenn es um Anträge geht oder Gutachten, dann niemanden zu haben.


    Bedarf bekommen wir zum Glück vom Hausarzt, der hat extra für uns eine Zusatzausbildung gemacht oder so einen Kurs besucht..ohne ihn wären wir wirklich sehr aufgeschmissen.


    Wann merkst du silverrain eigentlich ob es passt oder nicht?

  • Das habe ich mich bereits gefragt. Kann ich nicht genau sagen, nichtmal ungenau.


    Nur als Beispiel musste mit nem neuen Thera telefonieren (was ich so überhaupt nicht mag und kann). Der Thera war mir unsympathisch beim reden. Dann habe ich ihn in der Klinik zum Gespräch getroffen. Der kam von woanders daher und hat sein Zimmer aufgesperrt. Und in den paar Sekunden bis die Tür offen war wusste ich: Der isses. <3 Völlig irr aber ist so passiert. Bei ner anderen Thera hat es 2, 3 Sitzungen gedauert bis ich gemerkt habe die versteht mich; war auch die erste damals.


    Ich habe es übrigens umgedreht: Mein Psychiater ist mein Hausarzt :P


    lG silver

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  • Hey


    Also 14 oder 14,5 ist auf jeden Fall ein niedriger BMI und soweit ich weiß, hat man ab 16 eine Essstörung.


    Ich weiß nicht so Recht. Wenn ich ehrlich bin, war ich schon in vielen Kliniken. Das ZI in Mannheim hat mir letztlich geholfen, das alles zu meistern. Die haben mehr als einmal in der Woche Einzeltherapie und gehen sehr individuell auf jeden ein. Man hat aber lange Wartezeiten dort.


    Kannst dich ja mal informieren falls das was wäre.


    Noch at Silverrain. Der BMI ist gar nicht so entscheident. Spitzensportler haben einen viel zu hohen BMI. Viel wichtiger ist der Körperfettanteil und die Muskelmasse.


    Grüße

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