ständig getriggert

  • hey

    Seit kurzem habe ich jetzt die Diagnose PTBS. Mir wurde unter anderem erklärt das es praktisch zwei Netzwerke gibt, eines für die Traumatischen Erlebnisse und eines für alles andere wobei das Traumatische über keine Zeitangabe verfügt und es so immer wieder zu den sogenannten triggern kommt. Bei mir ist es allerdings so das mich praktisch alles mittlerweile triggert und ich nicht mehr wirklich weiter weiss. Früher konnte ich noch sowas wie lesen, zeichnen, Filme schauen oder Musik hören, jetzt triggert mich das alles und ich kann es nicht lange durchhalten. Zeichnen geht maximal zehn Minuten, lesen nur ein zwei Seiten und Musik und DVD nur sehr selten. Ich werd jedesmal total unruhig und innerlich aufgeführt. Kennt es jemand oder hat einen guten Rat oder Tipp, wie ich damit umgehen soll/kann?

    LG misslol

  • Hallo Misslol,


    ich kann das gut nachvollziehen. Mich triggert auch einiges und ich kann zum Beispiel auch keine Filme mehr schauen. Man vermeidet halt sehr viel, was triggern könnte und das schränkt sehr ein und die Lebensqualität sinkt. Bei Dir scheint es aber noch schlimmer zu sein, wie bei mir. Ich habe leider auch nicht wirklich einen Rat. Ich möchte nur sagen, dass Du da nicht alleine bist. Das ist leider nicht sehr viel, aber vielleicht ein ganz kleiner Trost..


    Wolke

  • hallo,

    Also skills zu finden ist sehr schwer für mich, ich bin schon froh wenn ich noch etwas überhaupt tun kann. Im Moment funktioniert spazieren gehen gut und puzzeln. Düfte hab ich auch versucht aber hatte total den Flashback gleich. Ansonsten bin ich jetzt in der Tk und die Ablenkung in der Gruppe tut mir gut. Das mit der Unruhe und dem trigger ist erst seit Februar da, seit der Stationären Behandlung. Die stationäre Behandlung selbst fing schon im Januar an und tun konnte ich am Anfang noch alles und verstand auch das Wort triggern nicht wirklich bis es sich bei mir sehr deutlich zeigte. Daher vermute ich das es irgendwo in dem Therapieverlauf ne ausl9ser für gibt.


    Also erlauben kann ich mir das schon alles vom Kopf her, das ist jetzt nicht so das ich mir Gefühlt etwas verbieten muss. Je nach Stimmung klappt es Mahnmal auch zu stricken zum Beispiel und an anderen Tagen macht mich der Anblick der Stricknadeln schon total nervös und unruhig. An guten Tagen schaffe ich es auch eine DVd zum Teil zu schauen indem ich alle paar Minuten Pause einlegen und andere Aktivitäten einbauen bevor dann weiter geschaut werden kann. Mein Therapeut meint ich soll da weiterhin am Ball bleiben und es einfach immer versuchen, das wäre das beste was ich in meiner Situation tun kann...

    Mich belastet das ganze Thema eben halt ziemlich, weil ich vor der stationären Behandlung noch so normal war, klar gut ging es mir nicht, aber ich hatte irgendwo noch ein Leben und jetzt bin ich in der totalen Vermeidung. Meine größte Angst ist das ich es nach der Tk nicht mehr aus der Wohnung heraus schaffen werde. Selbst duschen ist für mich echt eine Hürde oder auch das an und ausziehen, Zähne putzen klappt schon gar nicht mehr. Im Moment zwing ich mich noch zu allem doch irgendwie, aber es fällt mir 8mmer schwerer die Situationen auszuhalten.

    LG misslol

  • Wie genau äußert sich denn das nicht aushalten können? Wirst du einfach „nur“ unruhig und unruhiger oder passiert da mehr, Weswegen du es nicht aushältst?


    Was genau wurde in der Stationären Behandlung gemacht also Welche Therapien gab es und was haben sie dort zu der Situation gesagt?

    Hast du die Therapie dort abgeborchen?

  • also ich werde total unruhig und meine Spannung geht nach oben. Es wird immer erst besser wenn ich die Situation verlasse oder den Ort. Dabei können es auch durchaus an und für sich schöne Aktivitäten sein wie Zeit mit der Oma zu verbringen, aber irgendetwas triggert mich immer bei ihr.

    Also Therapie war ich zu Anfang auf der dbt Station bin dann dort aber nach einer Woche AIF die allgemeine verlegt wurden, wo ich es nicht ansprechen konnte und jetzt in der Tk meint der Psychologe es hängt an der ptbs , hat aber auch keine Erklärung warum es jetzt so stark ausgeprägt ist.

  • Kenne das auch ... leider keinen guten Rat. SVV hilft ist aber auch nicht die Lösung. Eventuell Medikamente?

    Letting go of her hand again, he rolls over on his side and curls into a ball. "Why didn't she love us?" Andy Gage wails. "Why?"


    Set this house in order

  • Nun die beste Lösung ist die Ursache zu finden - soweit bin ich bei weitem nicht. Viele, viele verschiedene Möglichkeuten finden dagegen anzukämpfen ist ein erster Schritt. Hatte vor kurzem ein Tief und es half mich zu zwingen mich mit etwas anderem zu beschäftigen (mich über etwas zu informieren, zu lesen), also eine Art Ablenkung. War extrem hart das zu tun aber hat geholfen. Nur mal als Beispiel.

    Letting go of her hand again, he rolls over on his side and curls into a ball. "Why didn't she love us?" Andy Gage wails. "Why?"


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  • Am besten etwas nicht zu aufwändiges so dass man es Schritt für Schritt durchführen kann. Also nicht ein 5 gängiges Menü kochen oder ein dickes Buch lesen beginnen.

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  • Etwas zu finden, was einen ablenkt ist wirklich schwer.. Mir gelingt das auch nicht immer. Ich gebe Silverrain recht, es darf nichts kompliziertes oder schwieriges sein.. Sonst könnte man wieder daran scheitern, was nicht gut wäre. Ich weiß, es ist schwer etwas zu finden aber es gibt bestimmt etwas!


    Wolke